Tagespflege Waldmäuse
TagespflegeWaldmäuse

Rahmenbedingungen

Die Tagespflege Waldmäuse befindet sich im schönen Stadtteil Oberrath in Düsseldorf, direkt am Aaper Wald und unweit von Seen, Pferdehöfen und Feldern an der Grenze zu Ratingen.

Die Umgebung bietet jede Menge Möglichkeiten sich in der Natur zu vergnügen. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, es gibt hier immer Neues zu entdecken und etwas zu unternehmen.

Im Aaper Wald befinden sich mehrere schöne Spielplätze, die für jedes Alter attraktive Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten. Neben den Spielplätzen und dem Wald sind auch Pferdekoppeln fußläufig und zwei Seen, die in einem Naturschutzgebiet liegen. Es gibt viele seltene Wasservögel zu beobachten und auch dort gibt es jede Menge zu entdecken und einige Spielplätze.

Die Menschen, die in Oberrath leben sind hauptsächlich Familien und dementsprechend sind die Straßen verkehrsberuhigt. Man trifft auf der Straße, im Wald und auf den Spielplätzen immer wieder bekannte Kinder und Nachbarn.

Das Miteinander ist hier herzlich und freundlich. Außerdem legen die hier Lebenden großen Wert auf Sauberkeit und z.B. gepflegte Gärten.

 

Die Wohnung in der die Betreuung stattfindet liegt in einem Mehrfamilienhaus im 2. Stock und bietet 3,5 Zimmer, ein Bad, eine Küche und eine Diele.

Der Betreuungsraum ist ca. 22 qm groß und bietet vielfältige Möglichkeiten für die Kinder zu spielen, kreativ zu sein, zu musizieren, Bücher zu schauen oder auch zu ruhen uvm.

Darüber hinaus wird die Diele regelmäßig zum Turnraum umfunktioniert, wo dann Matratzen, Bälle-Bad, Reifen usw. zur Verfügung stehen.

Zum Mittagschlaf hat jedes Kind sein eigenes Bettchen im Schlafzimmer, das zur Mittagsruhe genutzt wird.

 

Die Tagespflege Waldmäuse ist von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Es ist aber auch möglich individuelle Betreuungszeiten zu finden, die den Eltern flexibel entgegenkommen.

Eine Über-Nacht-Betreuung oder am Wochenende findet nicht statt.

 

Der gesetzliche Schutzauftrag

Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
Achtes Buch
Kinder- und Jugendhilfe

Stand: Neugefasst durch Bek. v. 11.9.2012 I 2022; zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 29.8.2013 I 3464


§ 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist, sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

(3) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein.

(4) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass

1.

deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,

2.

bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie

3.

die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

In die Vereinbarung ist neben den Kriterien für die Qualifikation der beratend hinzuzuziehenden insoweit erfahrenen Fachkraft insbesondere die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte der Träger bei den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

(5) Werden einem örtlichen Träger gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, so sind dem für die Gewährung von Leistungen zuständigen örtlichen Träger die Daten mitzuteilen, deren Kenntnis zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a erforderlich ist. Die Mitteilung soll im Rahmen eines Gespräches zwischen den Fachkräften der beiden örtlichen Träger erfolgen, an dem die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche beteiligt werden sollen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

 

Mein Bild vom Kind und mein Leitbild

Jedes Kind ist einzigartig. Ich sehe ein Kind als von Natur aus lernhungrigen, individuellen Menschen an, der von Geburt an Fähigkeiten besitzt, um an seiner Umwelt teilzunehmen und sich zu entwickeln. Ein Kind hat einen Forscherdrang, der von uns gefördert werden muss, indem wir die richtige Umgebung und Beziehung schaffen, um dem Kind ein selbstständiges Entdecken der Welt zu ermöglichen.

Kinder sind also kleine autonome Menschen, die es verdienen respektvoll behandelt zu werden.  Der Wunsch zu lernen und zu entdecken sollte gehegt und gepflegt werden, das Kind von Liebe und Verständnis umgeben sein, damit es selbstständig gedeiht.

Warum ist selbstständiges Lernen und Entdecken so wichtig?

Wie ich schon erwähnte, kommen Kinder mit angeborenen Fähigkeiten zur Welt. Dazu gehören z.B. der Forscherdrang, das Bindungsverhalten und der Wunsch selbstständig zu entdecken.  Damit Kinder selbstbewusste Erwachsene, mit starker Persönlichkeit werden, müssen sie die Möglichkeit haben EIGENE ERFAHRUNGEN zu machen. Nur auf solche Weise Erlerntes wird wirklich verinnerlicht und trägt positiv zur Entwicklung bei.

Wir Erwachsenen, ich als Tagesmutter, schaffen deswegen gern eine Umgebung, die es ermöglicht selbstständig zu entdecken, vielfältige Möglichkeiten und Interessen zu entwickeln und Individualität zu fördern. Dabei ist ein respektvoller, liebevoller Umgang erforderlich, der dem Kind ein Gefühl von Autonomie und Partnerschaft gibt, aber trotzdem Sicherheit und Schutz bietet. Ich arbeite situativ, das bedeutet, ich frage mich wo das Kind steht und was es braucht um selbstständig weiterzukommen.

 

Mein pädagogischer Ansatz und Schwerpunkte

In der frühkindlichen Entwicklung geht es vor allem darum, die Welt mit allen Sinnen zu entdecken, Vertrauen zu sich selbst und festen Bezugspersonen entwickeln zu lernen und in seiner Umgebung kreativ werden zu können.

Dabei sind soziale Beziehungen zu gleichaltrigen Kindern, aber auch feste Bindungen zu Bezugspersonen wichtig, damit das Kind lernt sich in Gruppen und in seiner Gefühlswelt  zurechtzufinden. Wichtige Kompetenzen sind hierbei: Empathie, Durchsetzungsvermögen, Toleranz, Rücksichtnahme, sowie Frustrationstoleranz. Im spielerischen Umgang mit anderen lernen Kinder genau diese Fähigkeiten.

Ich als Tagesmutter diene als vertraute Begleiterin, die als sicherer Hafen angefahren werden kann und die ideale Umgebung bietet (auch altersgerechtes Spielzeug etc.) um selbstständig und individuell zu lernen. („Hilf mir es selbst zu tun“ M. Montessori)

Eine Jahreszeitenbezogene Arbeit, ermöglicht es dem Kind die verschiedenen Jahreszeiten mit allen Merkmalen kennenzulernen. Dies findet vielfältig statt:

Im sehr nah gelegenen Wald beobachten wir in jeder Jahreszeit wie sich die Pflanzen verändern. Sammeln Kastanien, Laub etc. die wir zum Basteln verwenden oder nutzen den Schnee zum Schlitten-Fahren. Im Sommer laufen wir barfuß über das Gras und lernen uns im Wasser zu vergnügen.

Am ebenso nah gelegenen See und Erholungsgebiet lädt die Umgebung zu sportlichen Aktivitäten ein, oder auch nur zu einem Picknick mit selbstgebackenen und zubereiteten Speisen und Begegnungen mit Pferden oder der vielfältigen Wasservögel-Welt im Naturschutzgebiet.

Auf verschieden Spielplätzen haben die Kinder die Möglichkeit ihre grobmotorischen Fähigkeiten altersgerecht immer weiter zu steigern und neue soziale Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren.

Musik macht glücklich und schlau

Schon das trommeln auf Töpfen, oder das klimpern auf einem Keyboard löst bei den Kleinsten schon ein Lächeln aus und meist auch einen natürlichen Drang mehr Töne, mehr Rhythmus und Lautstärke zu entdecken.

Diesem natürlichem Drang nach Bewegung/Tanz und Musik möchte ich in meiner Arbeit nachkommen und biete den Kindern einige Instrumente und auch Alltagsgegenstände an um zu musizieren, sich rhythmisch auszuprobieren und zu lernen. So lernen sie sich selbst und ihren Körper kennen und finden auch so oft eine Ausdrucksmöglichkeit. Auch auf Jahreszeiten bezogene Kinderlieder singen wir.

Gesunde Ernährung

Für die gute körperliche und kognitive Entwicklung des Kindes ist auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig.

Ich versuche die meisten frischen Lebensmittel, die in der Tagespflege verzehrt werden aus biologischem Anbau anzubieten und bereite diese altersgerecht zu.

Nach Absprache mit den Eltern gestalte ich einen Wochen-Essens-Plan, der alle Bedürfnisse des kindlichen Körpers abdeckt.

 

 

Bildungsbereiche

Verschiedene Bildungsbereiche

 

Sprache

Die sprachliche Entwicklung ist bei Kindern unter drei Jahren sehr wichtig, um auch in anderen Bereichen positive Entwicklungsschritte machen zu können.

Um die sprachliche Entwicklung in meiner Betreuung zu fördern, gestalte ich den Alltag so, dass die Kinder oft dazu angeregt werden zu sprechen und neue Wörter lernen.

Dazu dienen zum Beispiel die Bilderbuchbetrachtungen, die als Ritual in jeder Mittagsruhe stattfinden. Hier stelle ich viele offene Fragen, die die Kinder zum Erzählen anregen und durch das Zeigen auf bestimmte Bilder, lernen sie neue Wörter kennen und sprechen.

 

Um richtig sprechen zu lernen, brauchen Kinder auch ein Gefühl für den Sprachklang. Hier bieten sich Reime an, Lieder und Fingerspiele. Auch das Vorlesen von kleinen Geschichten fördert den Sprachklang und auch generell die sprachliche Entwicklung. Durch die Verbindung mit Melodie und Rhythmus, verbinden sich Worte mit Melodie und lassen sich leichter merken und verinnerlichen.

Wichtig, um richtig sprechen zu können ist auch die Mundmotorik, die wir fördern, indem wir Strohhalme zum Üben nutzen. Spiele mit Ansaugen und Pusten, oder kreatives mit gepusteter Farbe, Seifenblasen, Nachahmungs-/Mimik-Spiele sind dafür gut geeignet.

 

Bewegung

Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Bewegung wichtig ist um auch andere Lernprozesse besser abzuschließen.

Bewegung gleicht aus, schult die Motorik und schafft im Gehirn Verbindung von Theorie zu Praxis.

Da wir direkt am Wald sind, nutzen wir das aus und gehen jeden Tag, bei jedem Wetter raus in die Natur und nutzen alle Spielplätze und den Wald um uns zu bewegen. Wir klettern, rutschen, schaukeln, rennen, springen, balancieren und so weiter.

 

Auch in der Betreuungswohnung, gibt es die Möglichkeit in der Diele Sportgeräte oder andere Bewegungsmöglichkeiten aufzubauen und mit den Kindern Spiele zu machen die Bewegungsabläufe und generell den Bewegungsdrang der Kinder befriedigen.

 

Wahrnehmung mit allen Sinnen

Da Kleinkinder vor allem mit ALLEN Sinnen entdecken, stelle ich immer wieder verschiedene Materialien zum Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen und Hören zur Verfügung. Die Erfahrungen die die Kinder im Wald, oder generell in der Natur machen, greifen wir auf und vertiefen sie, auch indem wir das was wir entdecken verbalisieren und Verbindung schaffen zwischen wahrnehmen und verbalisieren, zwischen fühlen und sprechen.

 

Emotionale/soziale Entwicklung

In der Kindertagespflege sind Kinder bis drei Jahre am besten aufgehoben. Hier haben sie die Möglichkeit eine feste Bezugsperson zu haben und eine übersichtliche Gruppe, um sich langsam zu sozialisieren.

Die Tagesmutter sollte, um die emotionale Entwicklung des Kindes zu fördern eine Eingewöhnung anbieten, die die Eltern mit einschließt und in der das Kind entscheidet, wann es sich löst. Ein gutes Beispiel dafür ist das „Berliner Modell“. Wichtig dabei ist, die Individualität des Kindes im Auge zu behalten. Jedes Kind ist anders. Nicht alle haben die gleiche Bindungsqualität zur Mutter/zum Vater, so dass hier auch unterschiedliche Reaktionen/Gefühle auftreten können.

In der Interaktion mit der Tagesmutter und anderen Kindern lernt das Kind verschiedene Möglichkeiten kennen Gefühle auszudrücken. Dies kann man auch zusätzlich fördern mit speziellen Spielen zum Thema Gefühle. Ein ganz einfaches Spiel ist Memory mit Smilies, die verschiedene Gefühle zeigen und deren Bedeutung man dann mit den Kindern bespricht/spielt. Auch Bilderbuch-Geschichten eröffnen dem Kind auf der Fantasie – Ebene andere Gefühlswelten, nachzufühlen, mitzufühlen und sich mit anderen zu identifizieren. Die Möglichkeiten zu schaffen beim Spiel Fantasie und Vorstellung zu nutzen, um Gefühle verarbeiten zu können, ist außerdem eine meiner Aufgaben als Tagespflegeperson. Außerdem gibt es jede Menge Sing-/Kreisspiele, die gemeinsam gespielt werden und speziell soziale Kompetenzen fördern.

Bei Konflikten, die das Kind erlebt, entweder im Spiel mit anderen oder mit sich selbst (z.B.) Frust, greife ich nicht zu schnell ein, damit das Kind lernt mit überwältigenden Gefühlen allein umzugehen und selbstständig eine Lösung zu finden. Das fördert die emotionale Intelligenz und stärkt den Selbstwert des Kindes.

Vorbild sein ist ein großes Thema. Wie kann die Tagesmutter mit ihren Gefühlen umgehen? Das Konfliktverhalten der anderen, die Bewältigung von Ärger und Wut. Das alles kann die Tagespflege hervorrufen und trainieren. Das Kind sieht und lernt. Es nimmt sich immer wieder Vorbilder und beobachtet Aktion und Reaktion und die Konsequenzen.

Die eigenen Gefühle zu verstehen und mit ihnen umzugehen, bedarf auch der Möglichkeit sich zu äußern. Nicht nur sprachlich sondern auch mit Hilfsmitteln wie Malen, Musik und anderen kreativen Aktivitäten, mit denen man Gefühle zum Ausdruck bringen kann. Gegen Wut und Ärger hilft oft Bewegung. Sich und andere wahrnehmen, Rücksicht nehmen usw. lernen Kinder sehr gut bei gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Sport, Essen und Spielen. Die überschüssige Energie, die sich bei Ärger oder Wut aufstaut kann eine Tagesmutter abfangen, in dem sie viele Bewegungsspiele anbietet. Bei Aggressionen z.B. würde ich einen weichen Tobe-Raum/Ecke, in der dann auch mal auf Kissen geschlagen werden darf, zur Verfügung stellen.

Aber auch Ruhezonen muss es geben um dem Trubel entkommen zu können, um zur Ruhe zu kommen. Dafür bieten sich Sofa und andere Nischen an, in denen man sich einkuscheln kann, ein Hörspiel hören kann oder sich ein Buch anschaut.

Der Tagesablauf sollte strukturiert sein, damit Kinder sich sicher fühlen, abschätzen können was passieren wird und das innere Gleichgewicht erhalten. Gefühle sind wichtig und müssen immer zugelassen werden. Die Tagesmutter begleitet das Kind darin zu lernen Ventile zu finden und Gefühle einzuordnen.

In dieser sicheren Umgebung in der auch Rituale wichtig sind, können Kinder sich auch leichter selber verstehen und geraten nicht mehr so leicht aus dem Gleichgewicht.

 

Unser beispielhafter Tagesablauf

07:30 Uhr bis 08:00 Uhr   Bringzeit

Die Bring-Situation wird kurz gehalten sobald das Kind eingewöhnt ist und ein kurzer Austausch über Essen und Schlaf wird geführt. Empfangen werden die Kinder besonders im Winter, z.B. von einem Kerzenlicht vor der Tür und einer herzlichen Begrüßung. Ich versuche immer eine ruhige Begrüßung zu gestalten um dem Kind die Möglichkeit zu geben in Ruhe anzukommen.

08:00 Uhr bis 08:30 Uhr   Begrüßungslied, Fingerspiel, Bewegungsspiel

Um zu sehen wer heute da ist, begrüßen wir uns in einem Kreis und singen/spielen gemeinsam um froh und mit frischer Energie durch Bewegung in den Tag zu starten.

 

08:30 Uhr bis 09:00 Uhr   gesundes, gemeinsames Frühstück

Wir frühstücken gemeinsam Müsli, Brot, Milch und Obst und sprechen einen Reim vor dem Essen.

 

09:00 Uhr bis 10:30 Uhr   freies Spiel im Spielraum mit vielen verschiedenen Möglichkeiten, im Sommer gehen wir direkt raus in die Natur

Hier gestalte ich je nach Bedürfnissen der Kinder die Umgebung für das freie Spiel.

Und stehe als Spielpartner oder Sicherheit/Helfer zur Verfügung.

 

10:30 Uhr bis 10:45 Uhr    Obstsnack

Das kleine zweite Frühstück soll den Kindern nochmal ein wenig Energie nachliefern.

Kinder benötigen einige kleinere Mahlzeiten am Tag, da ihr Stoffwechsel viel schneller

arbeitet und Energie dementsprechend schnell wieder verbraucht ist.

 

10:45 Uhr bis 11:00 Uhr     spezielle Angebote wie Basteln, Malen, Werken, usw.

 (immer situativ auf die Kinder abgestimmt)

Hier greifen wir die Jahreszeiten auf, basteln Themenbezogen und altersgerecht.

Fühlen, greifen, schneiden, kleben und gestalten.

 

11:00 Uhr bis 12:30 Uhr     Ausflug auf den Spielplatz oder in den Wald

Wir bewegen uns.

 

12:30 Uhr bis 13:15 Uhr     gemeinsames Mittagessen, Zähne putzen

 

13:15 Uhr bis 14:30 Uhr     Bilderbuchbetrachtung/Vorlesen und Mittagsruhe

Rituale sind wichtig. Wiederholte Geschichten, Bilderbücher und das ruhige

Zusammensein schafft Geborgenheit und Sicherheit.

 

14:30 Uhr bis 15:00 Uhr    freies Spiel drinnen oder draußen

15:00 Uhr bis 16:30 Uhr    Milchspeise/Obst-/Gemüsesnack, Abholzeit

16:30 Uhr bis 17:00 Uhr    Musizieren/Singen, Abholzeit

Wir finden einen gemeinsamen Abschluss mit einem Abschiedslied, und machen gegebenenfalls noch Sing-/Bewegungsspiele.

In der Abholsituation gebe ich den Eltern noch Informationen zu Essverhalten und Schlafen und berichte über besondere Erlebnisse des Kindes.

 

Feste, besondere Anlässe, interkulturelle Alltagsgestaltung

Weihnachten, Ostern und andere Feste gestalte ich für die Kinder in christlichem Sinne, allerdings vermittle ich die Inhalte lediglich grob kindgerecht und beziehe andere Kulturen und Feste mit ein. Natürlich werden die Kulturen, Traditionen der Kinderfamilien aufgegriffen und kennengelernt.

Durch einen strukturierten Tagesablauf und immer wiederkehrende Rituale fühlen sich die Kinder geborgen und sicher, was es ihnen ermöglicht selbstbewusst und frei ihrem Forscherdrang nachgeben zu können und sich selbstständig zu entwickeln.

 

 

Die Eingewöhnung

 

Die Eingewöhnungszeit ist für Die Eltern nicht einfacher als für das Kind. Deswegen ist es wichtig, dass sich beide Seiten wohl fühlen.

Zu Beginn der Betreuung findet deshalb die Eingewöhnung statt, in der zu Anfang die Mutter oder der Vater mit anwesend sind. Hier lernt das Kind, dass es sich sicher fühlen kann. Im weiteren Verlauf sollte sich der Elternteil immer mehr zurückziehen, aber verfügbar bleiben (als sicherer Hafen). Je nachdem wie schnell das Kind sich dann von allein löst, kann auch die kurze Abwesenheit ausprobiert werden. Diese wird dann immer weiter verlängert.

Das läuft ganz individuell ab. Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich ganz individuell nach dem Kind.

Dazu bekommen alle Eltern genauere Infos bei dem ersten Kennenlernen.

 

Die Betreuungsräume

Im Betreuungsraum finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten ganz nach ihren Interessen zu spielen oder kreativ zu werden, um sich selbstständig zu entwickeln.

Zur freien Verfügung stehen Instrumente zum Musizieren, Bauklötze, Lego-Duplo, Holzeisenbahn, verschiedene Puzzle- und Steckspiele, viele Bilderbücher, Puppen, Herd und Puppengeschirr, Puppenwagen, Bällebad/Zelt und Matratzen zum Turnen und Höhlenbauen auch Decken und Klammern.

Die Kinder können frei an Knete, Bunt – und Wachsmalstifte kommen und mit Anleitung auch an Finger- und Wasserfarben.

Bastelarbeiten mit Kleber und Schere etc. finden noch unter Betreuung statt und werden regelmäßig angeboten, so dass die Kinder ihre feinmotorischen Fähigkeiten schulen können und ihre Fantasie ausbauen.

Für die soziale Entwicklung sind auch viele Gesellschaftsspiele vorhanden, die sich auch für Kinder unter 3 eignen, wenn schon Interesse besteht.

Die Werke der Kinder werden entweder mit nach Hause gegeben, kommen in die Bildungsdokumentation oder werden in Kinderhöhe aufgehängt.

 

Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung, partnerschaftliche Erziehung zusammen mit den Eltern

 

Die Entwicklung jedes Kindes verfasse ich in einer Bildungsdokumentation, die durch Beobachtungen, die ebenfalls regelmäßig dokumentiert werden, erstellt wird.

Dafür gestalte ich einen Ordner für jedes Kind, in dem nicht nur Texte zur Entwicklung enthalten sind, sondern auch Werke des Kindes, die die Entwicklungsschritte dokumentieren. Auch Fotos von besonderen Situationen gehören dazu.

 

Um die Eltern an dem Leben des Kindes in der Tagespflege teilhaben zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben partnerschaftlich mit mir zu erziehen, finden regelmäßig Entwicklungsgespräche ohne das Kind statt, in denen die Eltern Fragen stellen können, ihre Empfindungen und Eindrücke schildern können und auch Wünsche und Sorgen äußern, die die Erziehung des Kindes betreffen. Außerdem werden hier die Entwicklungsfortschritte besprochen. Wie diese erreicht worden sind oder noch zu erreichen sind oder auch Probleme, die es geben kann.

Auch diese Gespräche werden sorgfältig dokumentiert und von allen unterschrieben. Wie alle Erzieher bin ich gesetzlich an die Schweigepflicht gebunden. Alles was Eltern erzählen, was ich beobachte etc. darf nicht an andere weitergegeben werden. Mit Einverständnis jedoch kann evtl. zu Kinderärzten oder ähnlichem Kontakt aufgenommen werden.

 

Das trägt auch dazu bei, dass Eltern und ich als Tagesmutter ein Vertrauensverhältnis aufbauen können in dem man partnerschaftlich für das Kind zusammenarbeitet, transparent sein kann und sich gegenseitig ergänzen kann. Eine Partnerschaft setzt voraus, dass man sich gegenseitig respektiert, die grundsätzlichen Erziehungsfragen im Vorfeld besprochen hat und sich einig ist, sowie Offenheit auf beiden Seiten.

 

Der regelmäßige Austausch morgens in der Bringzeit oder auch bei Elterngesprächen ist wichtig um aktuelle Entwicklungsfragen zu besprechen und gemeinsam an Projekten/Problemen zu arbeiten. Um den Eltern auch weiteren Einblick in unseren Alltag zu geben, gestalte ich einen wöchentlichen Essensplan, auf dem ich festhalte an welchem Tag es welches Mittagessen gibt. Außerdem kopiere ich für die Eltern die aktuellen Lieder und Fingerspiele, die ich mit den Kindern mache und nehme auch gern Anregungen von den Eltern an.

 

Übergang in den Kindergarten

Um den Kindern den Abschied so leicht wie möglich zu machen und die gesamte Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen findet am Ende der Betreuungszeit als Übergang eine kleine Projektwoche statt zum Thema Kindergarten. Wir thematisieren auf verschiedene Weise den Kindergarten um das große Unbekannte etwas weniger mysteriös für die Kinder zu machen. Dazu kann ein Besuch im Kindergarten gehören.

Außerdem erstellen wir eine Erinnerungsmappe mit Fotos und kleinen Andenken.

Dem Kind wird vermittelt, dass der Kontakt nicht abbrechen wird, sondern die Türen für Besuche immer offen stehen. ich als Tagesmutter bin auch weiterhin als Bezugspunkt da.

 

Dieser Übergang birgt viel Unbekanntes, Neues für die Kinder und bedeutet einen neuen Schritt zur Selbstständigkeit. Die in der Tagespflege erlenten Fähigkeiten können nun richtig zum Einsatz kommen und das Kind und die Eltern erleben einen erneuten Umbruch. Damit alles so angenehm wie möglich gestaltet wird bereitet man das Kind eben über eine längere Zeit darauf vor. Bilderbücher zu dem Thema sind ein gutes Mittel. Auch Lieder und Erzählungen.

 

Zum Abschied erhalten die Kinder und die Eltern die Bildungsdokumentation und die Erinnerungsmappe. Außerdem feiern wir am letzten Tag ein Abschiedsfest mit Musik und Tanzen und einer Geschichte die den Kindergarten thematisiert für alle.

 

 

 

Kooperationen, Zusammenarbeit mit Institutionen, Diensten und Kontakt zu anderen Tagesmüttern

Durch den Verein KiND (VaMV) wurde ich geprüft und habe von dort eine Fachberatung, die ich bei Fragen kontaktieren kann. Diese Fachberatung vermittelt mir Kinder, hilft bei Problemen, Konflikten und berät auch in anderen Fragen rund um die Tagespflege. Des Weiteren halte ich Kontakt zu anderen Tagespflegepersonen, durch die Austauschtreffen, die in der Fachberatungsstelle angeboten werden, aber auch beim Besuch auf Spielplätzen trifft man sich und hat die Möglichkeit sich auszutauschen.

Bei Kindern, die Förderbedarf oder Therapiebedarf haben, bin ich bereit mit Therapeuten oder ähnlichen Personen zusammenzuarbeiten, um die bestmöglichen Umstände für Kind und die Eltern zu schaffen.

Um den Kindern auch kulturell etwas nahe zu bringen besuchen wir auch Puppentheater oder andere Aufführungen, auch in Kooperation mit Stadtbibliotheken und z.B. Museen.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Um für Eltern transparent zu sein betreibe ich eine Website, die meine Tagespflege vorstellt und auch aktuelle Themen/Projekte präsentiert.

Außerdem informiere ich die umliegenden Kinderärztlichen Praxen, Krabbelgruppen, Hebammen usw. über freie Plätze und gebe Anzeigen in Zeitungen auf.

 

In der Tagespflege erstelle ich Collagen mit Fotos zu bestimmten Projekten und präsentiere sie im Betreuungsraum für Kinder und Eltern.

 

Meine Qualifikation und Ausbildung

Als staatlich anerkannte Erzieherin bin ich fachlich schon vorgebildet und habe mich durch die Qualifizierung der paritätischen Akademie zum Erhalt der Pflegeerlaubnis weitergebildet.

Ich arbeitete als Erzieherin schon in verschiedensten Einrichtungen für Kinder, so dass ich einige Einblicke in verschiedene Arbeitsweisen und Betreuungsformen bekommen konnte.

Die Tagespflege ermöglicht es mir meine eigene Familie mit dem Beruf zu verbinden und mich so entspannter um beides kümmern zu können.

 

Damit ich fachlich auf dem neusten Stand bleibe, bilde ich mich 5 Tage im Jahr weiter. Entweder besuche ich Fortbildungsseminare oder bilde mich selber fort indem ich mir Literatur zuführe oder etwas ausprobiere, das ich dann aufgreifen kann. Auch der Austausch mit anderen Tagespflegepersonen oder Pädagogen fügt zur Fortbildung bei und ist ein wichtiger Bestandteil um aktuell und innovativ zu bleiben.

Meine Fachberatung beim VaMV (Anna Silber) steht mir bei fachlichen Fragen zur Verfügung und kommt auch in die Tagespflege zur Beobachtung, wenn es nötig ist.

 

Eingewöhnung:

Die Eingewöhnungszeit ist für Die Eltern nicht einfacher als für das Kind. Deswegen ist es wichtig, dass sich beide Seiten wohl fühlen.

Zu Beginn der Betreuung findet deshalb die Eingewöhnung statt, in der zu Anfang die Mutter oder der Vater mit anwesend sind. Hier lernt das Kind, dass es sich sicher fühlen kann. Im weiteren Verlauf sollte sich der Elternteil immer mehr zurückziehen, aber verfügbar bleiben (als sicherer Hafen). Je nachdem wie schnell das Kind sich dann von allein löst, kann auch die kurze Abwesenheit ausprobiert werden. Diese wird dann immer weiter verlängert.

Das läuft ganz individuell ab. Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich ganz individuell nach dem Kind.

Dazu bekommen alle Eltern genauere Infos bei dem ersten Kennenlernen.

 

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